Barrierefreies Bauen muss nicht teurer sein

Barrierefreies Bauen muss nicht teurer sein

 
Barrierefreiheit ist bei der Planung von Gebäuden immer ein zentraler Aspekt. Bei allen Vorteilen, gesetzlichen Vorgaben und guten Gründen für eine solche Gestaltung steht oftmals trotzdem die Angst vor Mehrkosten im Raum. Die aktuelle Trendstudie des bfb barrierefrei bauen befasst sich mit dem Thema „Potenziale und Marktchancen des barrierefreien, demografiefesten Bauens“.

Vorteile des barrierefreien Bauens liegen auf der Hand

Barrierefreiheit erhöht die Attraktivität von Gebäuden grundsätzlich für alle Personengruppen, insbesondere für Menschen mit motorischen, sensorischen und kognitiven Einschränkungen. Es ermöglicht ihnen, unabhängig von ihrer persönlichen Situation, uneingeschränkten Zugang zur gebauten Umwelt und erhöht somit die Selbstständigkeit aller Nutzer sowie die Familienfreundlichkeit.

Barrierefreiheit ist daher – gerade im Hinblick auf die demografische Entwicklung – elementarer Teil einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Planung. Hier stellt sich die Frage, warum man nicht viel häufiger konsequent barrierefrei baut. Hauptgrund: die Angst vor Mehrkosten.

Barrierefreies Bauen nahezu kostenneutral möglich

Die Angst vor Mehrkosten ist oft das größte Hindernis, allerdings ist diese weitestgehend unbegründet. Rund ein Viertel aller Befragten gibt an, dass bei vorrausschauender bedarfsgerechter Planung barrierefreies Bauen nahezu kostenneutral möglich ist.

Bei einem weiteren Drittel liegen die Mehrkosten in der Regel bei maximal 5%. Nur etwa zehn Prozent geben Mehrkosten von bis zu 25% an. Trotzdem nennen fast 90 Prozent aller Befragten die befürchteten Kosten als relevanten Faktor.

Zwar beruhen die erhobenen Daten auf einer Online-Befragung und legen den Fokus auf den Bereich Wohnen, dennoch sprechen die Ergebnisse für sich. Der Kostenfaktor sollte also kein Grund sein, vor Maßnahmen für eine umfassende Barrierefreiheit zurückzuschrecken. Im Gegenteil.

Werden Grundsätze des barrierefreien Bauens bereits bei der Planung von Baumaßnahmen berücksichtigt,  können durch vorausschauende Lösungen die Kosten für eine erforderliche Anpassung und einen aufwändigen Umbau weitgehend vermieden werden. Dies geschieht unabhängig davon, ob zu diesem Zeitpunkt Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen das Gebäude nutzen.

Planung ist alles

Hilfreich ist hier im Zuge der Planung die Barrierefreiheit im Rahmen eines Gesamtkonzepts zu betrachten. Im System der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ist Barrierefreiheit in sämtlichen Nutzungsprofilen (außer beim Profil Neubau Industriebauten) als eigenes Kriterium in der soziokulturellen und funktionalen Qualität geführt.

Bereits ab der zweiten von fünf Qualitätsstufen, also sobald man die DGNB Mindestanforderungen an die Barrierefreiheit überschreitet, ist hier ein solches Konzept Voraussetzung.

Die Herangehensweise stellt sicher, dass bereits früh im Planungsprozess der projektspezifische Umfang der umzusetzenden baulichen Anforderungen und eventuell zu einem späteren Zeitpunkt erforderliche Nachrüstungen erarbeitet werden. Das sichert Transparenz im Planungsprozess – auch mit Blick auf die Kosten.

Zudem lohnt es sich, Beratung von Fachleuten zur Umsetzung der Planung sowie der projektbegleitenden Beratung hinzuzuziehen. Die Erfahrung zeigt, dass die unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen des barrierefreien Bauens vielschichtig sind und damit verbundenes Fachwissen erforderlich ist.

Eine umfangreiche Zusammenstellung der rechtlichen Grundlagen sowie der weithin anerkannten Regeln der Technik sind zudem im Leitfaden Barrierefreies Bauen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) zu finden. Der Leitfaden kann als „Checkliste“ im gesamten Planungsablauf Hilfestellung leisten (www.leitfadenbarrierefreiesbauen.de).

26.04.2021 | Fuchs Planungsgesellschaft mbH & Co. KG 
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